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Cordula Kocian, Caroline Peters und Hinrich Alpers

Caroline Peters, Cordula Kocian und Hinrich Alpers

Kreutzersonate. Lesung mit Musik

Während einer nächtlichen Zugfahrt macht Posdnyschew einem Mitreisenden ein aufwühlendes Geständnis: In maßloser Eifersucht, die zusätzlich durch Beethovens Kreutzersonate geschürt wurde, hat er seine vermeintlich untreue Frau umgebracht.

Leo Tolstois 1890 veröffentlichte Novelle thematisiert den Moralkodex zwischen Liebe und Ehe in der russischen Gesellschaft. Tolstoi stellt der Gleichberechtigung von Mann und Frau eine fundamentalistische Auslegung traditioneller christlicher Werte entgegen – in einer Zeit, die von politischen und gesellschaftlichen Übergängen geprägt ist. Die „Kreutzersonate“ ist ein Höhepunkt realistischer Erzählkunst im 19. Jahrhundert und zugleich ein bis heute verstörender Tabubruch.

Die Grimme-Preisträgerin, Fernseh- und Burgschauspielerin Caroline Peters liest von sexueller Leidenschaft, Eifersucht ohne Liebe und fataler Zweisamkeit. Musikalisch umrahmt wird die Lesung der auch als TV-Polizeikommissarin bekannten Peters von Cordula Kocian an der Geige, Ausnahmepianist Hinrich Alpers und natürlich Beethovens Kreutzersonate.